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Keuchhusten (Pertussis) ist keine reine Kinderkrankheit

Insbesondere für Babys kann Keuchhusten (Pertussis) lebensbedrohlich werden. Doch: Keuchhusten ist keine reine Kinderkrankheit. Auch Erwachsene können erkranken und den Erreger an Risikogruppen übertragen. Gefährdet für schwere Krankheitsverläufe sind neben den Kleinsten insbesondere Ältere und chronisch kranke Menschen.

 

Eine Impfung kann vor einer schweren Keuchhusten-Erkrankung schützen. Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO), dass alle Kinder (ab 2 Monaten) und alle Erwachsenen gegen Keuchhusten immunisiert sein sollten.1,2

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Keuchhusten: Fakten

Keuchhusten ist hochansteckend:

Fast jeder Kontakt mit einem Erkrankten führt bei ungeschützten Personen zu einer Ansteckung.

“100-Tage Husten”:

Die quälenden Hustenattacken können über. Wochen oder sogar Monate andauern.3

Unerkannte Keuchhusten-Infektionen

sind eine Gefahr für Risikogruppen wie Säuglinge, Ältere und chronisch kranke Menschen.

Impfschutz gegen Keuchhusten:

Die Grundimmunisierung erfolgt im Säuglingsalter. Auffrischimpfungen sind vorgesehen - auch für Erwachsene. 1, 2 

Keuchhusten kann auch für Ältere und Menschen mit Grunderkrankungen gefährlich werden:

1 von 10

Keuchhusten-Erkrankten über 65 wird im Krankenhaus behandelt.

Fast 50 %

der älteren Betroffenen erleidet wahrscheinlich Komplikationen wie Lungenentzündung, Rippenbrüche oder Inkontinenz.

Ein bis zu 2,7 fach

erhöhtes Ansteckungsrisiko

haben chronisch Kranke* – schwere Keuchhusten-Komplikationen treten bei ihnen häufiger auf.

*mit Grunderkrankungen wie z. B. Asthma, COPD, Depression, Typ-2-Diabetes, chronische Nierenerkrankung.

Bild von Lunge.
Keuchhusten – was ist das?
Die heftigen Hustenattacken werden oft von Würgen und Erbrechen begleitet – lies hier, was Du über Keuchhusten wissen solltest.
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Impfschutz gegen Keuchhusten.
Impfschutz gegen Keuchhusten
Die Pertussis-Impfung zählt zu den Standardimpfungen. Erfahre hier, was die STIKO empfiehlt.
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Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für Standardimpfungen, die von der STIKO empfohlen werden. Dazu zählt auch die Keuchhusten-Impfung für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und die einmalige Auffrischimpfung im Erwachsenenalter.

Schutzimpfung gegen Keuchhusten - für wen wird sie empfohlen?
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt standardmäßig eine Impfung gegen Keuchhusten für:
  • Alle Säuglinge
    Die Grundimmunisierung erfolgt durch drei Teilimpfungen mit 2, 4 und 11 Monaten.
  • Alle Kinder und Jugendliche
    
Jeweils eine Auffrischimpfung ist im Alter von 5-6 Jahren und zwischen 9-16 Jahren vorgesehen.
  • Alle Erwachsene
    Eine einmalige Auffrischimpfung in Kombination mit O der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung wird allen Erwachsenen empfohlen.
Darüber hinaus gelten spezielle Impfempfehlungen für:
  • Schwangere (in jeder Schwangerschaft)
  • Enge Kontaktpersonen von Säuglingen (wenn die letzte Keuchhusten-Impfung länger als 10 Jahre zurück liegt)
  • Personen, die in Gesundheits- und Gemeinschaftseinrichtungen tätig sind (alle 10 Jahre)

Häufige Fragen zu Keuchhusten

Was ist Keuchhusten?

Keuchhusten ist eine Infektionskrankheit der Atemwege, die durch sogenannte Bordetella- Bakterien ausgelöst wird. Die Erreger produzieren Giftstoffe, die die Schleimhäute und Flimmerhärchen in den Atemwegen schädigen und teils auch die körpereigene lokale Abwehr schwächen.

 

Typische Symptome sind heftige Hustenattacken, die anfallsweise auftreten und mehrere Wochen bis sogar Monate andauern können. Daher wird die Erkrankung landläufig auch als „100-Tage-Husten“ bezeichnet.
Bei einer Keuchhusten-Erkrankung können die Hustenanfälle so heftig sein, dass sie z. B. Rippenbrüche, Inkontinenz und geplatzte Blutgefäße nach sich ziehen. Die häufigste Komplikation von Keuchhusten ist eine Lungenentzündung (Pneumonie).

 

Schwerwiegende Komplikationen wie etwa lebensbedrohliche Atemstillstände treten vor allem bei Säuglingen auf. Doch auch ältere Menschen und chronisch Kranke haben ein erhöhtes Risiko, schwer zu erkranken.

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Wie steckt man sich an?

Keuchhusten ist hochansteckend – fast jeder Kontakt mit einem Erkrankten führt bei ungeschützten Personen zu einer Ansteckung. Die Erreger werden über Tröpfchen beim Sprechen, Husten oder Niesen übertragen und setzen sich in den Atemwegen fest.

Ist Keuchhusten ansteckender als Grippe, Covid oder eine Erkältung?

Keuchhusten ist deutlich ansteckender als die Grippe und SARS-(CoV-2). Das lässt sich anhand der sogenannten Reproduktionszahl feststellen. Diese gibt an, wie viele Menschen durch eine infizierte Person angesteckt werden.*

 

Laut Informationen der Deutschen Gesellschaft für Allgemeine und Krankenhaushygiene liegt die Reproduktionszahl bei Keuchhusten bei 12 bis 17 – und damit um ein Vielfaches höher als bei Grippe und Covid.

 

*wenn in der Bevölkerung keine Immunität gegen den Erreger besteht und keine Schutzmaßnahmen ergriffen werden.

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Was ist das Schlimme an Keuchhusten?

Keuchhusten ist hochansteckend: Fast jeder Kontakt mit einem Erkrankten führt bei ungeschützten Personen zu einer Ansteckung.

 

Keuchhusten kann vor allem für Säuglinge lebensbedrohlich werden: Säuglinge haben keinen natürlichen Nestschutz gegen Keuchhusten und ihr Immunsystem ist noch nicht ausgereift. Zudem können Babys in den ersten Lebensmonaten den zähen Schleim noch nicht abhusten, wodurch es zu gefährlichen Atemstillständen kommen kann. Daher werden insbesondere Säuglinge unter 6 Monaten meist im Krankenhaus behandelt, wenn sie an Keuchhusten erkrankt sind.

 

Auch Ältere oder Menschen mit Grunderkrankungen wie z. B. Asthma, COPD, Depressionen, Typ-2-Diabetes oder einer chronischen Nierenerkrankung sind gefährdet, ernste Verläufe und Komplikationen zu entwickeln.

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Warum sollten sich Erwachsene gegen Keuchhusten impfen lassen? 

Weder eine durchgemachte Infektion noch eine Keuchhusten-Impfung schützen lebenslang. Daher sollten sich alle Erwachsenen laut der Ständigen Impfkommission (STIKO) einmalig gegen Keuchhusten impfen lassen.

 

Denn nicht nur Säuglinge und Kleinkinder haben ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Insbesondere für Menschen ab 60 Jahren und für chronisch Kranke kann Keuchhusten gefährlich werden, da die Erkrankung oft schwerer als bei jüngeren, gesunden Erwachsenen verläuft.

 

  • 1 von 10 Keuchhusten-Patienten über 65 wird im Krankenhaus behandelt.
  • Fast die Hälfte der älteren Keuchhusten-Patienten erleidet wahrscheinlich Komplikationen wie Lungenentzündung, Rippenbrüche oder Inkontinenz.
  • Erwachsene mit chronischen Grunderkrankungen* haben ein bis zu 2,7-fach erhöhtes Risiko, sich anzustecken. Schwere Keuchhusten-Komplikationen treten häufiger auf.

*z. B. Asthma, COPD, Depression, Typ-2-Diabetes, chronische Nierenerkrankung.

Mehr über die Impfempfehlungen der STIKO erfahren >

Wie heißt Keuchhusten im Impfpass?

Im gelben Impfausweis wird Keuchhusten mit dem medizinischen Fachbegriff „Pertussis“ bezeichnet. Als Abkürzung wird ap oder aP verwendet.

 

Der Impfstoff gegen Keuchhusten wird als Kombinationsimpfung zusammen mit der Impfung gegen Tetanus und Diphtherie verabreicht (Tdap-Kombinationsimpfung).

 

Für die Grundimmunisierung bei Säuglingen wird die Keuchhusten-Impfung in der Regel als Teil eines Sechsfach-Impfstoffs verabreicht. Diese Impfung schützt vor Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten (Pertussis), Kinderlähmung (Poliomyelitis), Haemophilus influenzae Typ b (HIB) und Hepatitis B und umfasst drei Impfungen im Alter von 2, 4 und 11 Monaten.

Quellen und medizinische Hinweise
NP-DE-GVU-WCNT-250026, Jan26