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Keuchhusten: Fakten
Fast jeder Kontakt mit einem Erkrankten führt bei ungeschützten Personen zu einer Ansteckung.
Die quälenden Hustenattacken können über. Wochen oder sogar Monate andauern.3
sind eine Gefahr für Risikogruppen wie Säuglinge, Ältere und chronisch kranke Menschen.
Die Grundimmunisierung erfolgt im Säuglingsalter. Auffrischimpfungen sind vorgesehen - auch für Erwachsene. 1, 2
Keuchhusten kann auch für Ältere und Menschen mit Grunderkrankungen gefährlich werden:
Keuchhusten-Erkrankten über 65 wird im Krankenhaus behandelt.
der älteren Betroffenen erleidet wahrscheinlich Komplikationen wie Lungenentzündung, Rippenbrüche oder Inkontinenz.
erhöhtes Ansteckungsrisiko
haben chronisch Kranke* – schwere Keuchhusten-Komplikationen treten bei ihnen häufiger auf.
*mit Grunderkrankungen wie z. B. Asthma, COPD, Depression, Typ-2-Diabetes, chronische Nierenerkrankung.
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für Standardimpfungen, die von der STIKO empfohlen werden. Dazu zählt auch die Keuchhusten-Impfung für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und die einmalige Auffrischimpfung im Erwachsenenalter.
- Alle Säuglinge
Die Grundimmunisierung erfolgt durch drei Teilimpfungen mit 2, 4 und 11 Monaten. - Alle Kinder und Jugendliche
Jeweils eine Auffrischimpfung ist im Alter von 5-6 Jahren und zwischen 9-16 Jahren vorgesehen. - Alle Erwachsene
Eine einmalige Auffrischimpfung in Kombination mit O der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung wird allen Erwachsenen empfohlen.
- Schwangere (in jeder Schwangerschaft)
- Enge Kontaktpersonen von Säuglingen (wenn die letzte Keuchhusten-Impfung länger als 10 Jahre zurück liegt)
- Personen, die in Gesundheits- und Gemeinschaftseinrichtungen tätig sind (alle 10 Jahre)
Häufige Fragen zu Keuchhusten
Keuchhusten ist eine Infektionskrankheit der Atemwege, die durch sogenannte Bordetella- Bakterien ausgelöst wird. Die Erreger produzieren Giftstoffe, die die Schleimhäute und Flimmerhärchen in den Atemwegen schädigen und teils auch die körpereigene lokale Abwehr schwächen.
Typische Symptome sind heftige Hustenattacken, die anfallsweise auftreten und mehrere Wochen bis sogar Monate andauern können. Daher wird die Erkrankung landläufig auch als „100-Tage-Husten“ bezeichnet.
Bei einer Keuchhusten-Erkrankung können die Hustenanfälle so heftig sein, dass sie z. B. Rippenbrüche, Inkontinenz und geplatzte Blutgefäße nach sich ziehen. Die häufigste Komplikation von Keuchhusten ist eine Lungenentzündung (Pneumonie).
Schwerwiegende Komplikationen wie etwa lebensbedrohliche Atemstillstände treten vor allem bei Säuglingen auf. Doch auch ältere Menschen und chronisch Kranke haben ein erhöhtes Risiko, schwer zu erkranken.
Keuchhusten ist hochansteckend – fast jeder Kontakt mit einem Erkrankten führt bei ungeschützten Personen zu einer Ansteckung. Die Erreger werden über Tröpfchen beim Sprechen, Husten oder Niesen übertragen und setzen sich in den Atemwegen fest.
Keuchhusten ist deutlich ansteckender als die Grippe und SARS-(CoV-2). Das lässt sich anhand der sogenannten Reproduktionszahl feststellen. Diese gibt an, wie viele Menschen durch eine infizierte Person angesteckt werden.*
Laut Informationen der Deutschen Gesellschaft für Allgemeine und Krankenhaushygiene liegt die Reproduktionszahl bei Keuchhusten bei 12 bis 17 – und damit um ein Vielfaches höher als bei Grippe und Covid.
*wenn in der Bevölkerung keine Immunität gegen den Erreger besteht und keine Schutzmaßnahmen ergriffen werden.
Keuchhusten ist hochansteckend: Fast jeder Kontakt mit einem Erkrankten führt bei ungeschützten Personen zu einer Ansteckung.
Keuchhusten kann vor allem für Säuglinge lebensbedrohlich werden: Säuglinge haben keinen natürlichen Nestschutz gegen Keuchhusten und ihr Immunsystem ist noch nicht ausgereift. Zudem können Babys in den ersten Lebensmonaten den zähen Schleim noch nicht abhusten, wodurch es zu gefährlichen Atemstillständen kommen kann. Daher werden insbesondere Säuglinge unter 6 Monaten meist im Krankenhaus behandelt, wenn sie an Keuchhusten erkrankt sind.
Auch Ältere oder Menschen mit Grunderkrankungen wie z. B. Asthma, COPD, Depressionen, Typ-2-Diabetes oder einer chronischen Nierenerkrankung sind gefährdet, ernste Verläufe und Komplikationen zu entwickeln.
Weder eine durchgemachte Infektion noch eine Keuchhusten-Impfung schützen lebenslang. Daher sollten sich alle Erwachsenen laut der Ständigen Impfkommission (STIKO) einmalig gegen Keuchhusten impfen lassen.
Denn nicht nur Säuglinge und Kleinkinder haben ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Insbesondere für Menschen ab 60 Jahren und für chronisch Kranke kann Keuchhusten gefährlich werden, da die Erkrankung oft schwerer als bei jüngeren, gesunden Erwachsenen verläuft.
- 1 von 10 Keuchhusten-Patienten über 65 wird im Krankenhaus behandelt.
- Fast die Hälfte der älteren Keuchhusten-Patienten erleidet wahrscheinlich Komplikationen wie Lungenentzündung, Rippenbrüche oder Inkontinenz.
- Erwachsene mit chronischen Grunderkrankungen* haben ein bis zu 2,7-fach erhöhtes Risiko, sich anzustecken. Schwere Keuchhusten-Komplikationen treten häufiger auf.
*z. B. Asthma, COPD, Depression, Typ-2-Diabetes, chronische Nierenerkrankung.
Im gelben Impfausweis wird Keuchhusten mit dem medizinischen Fachbegriff „Pertussis“ bezeichnet. Als Abkürzung wird ap oder aP verwendet.
Der Impfstoff gegen Keuchhusten wird als Kombinationsimpfung zusammen mit der Impfung gegen Tetanus und Diphtherie verabreicht (Tdap-Kombinationsimpfung).
Für die Grundimmunisierung bei Säuglingen wird die Keuchhusten-Impfung in der Regel als Teil eines Sechsfach-Impfstoffs verabreicht. Diese Impfung schützt vor Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten (Pertussis), Kinderlähmung (Poliomyelitis), Haemophilus influenzae Typ b (HIB) und Hepatitis B und umfasst drei Impfungen im Alter von 2, 4 und 11 Monaten.