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Keuchhusten-Impfung

Keuchhusten (Pertussis) kann insbesondere für Babys lebensbedrohlich werden. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt daher eine frühzeitige Grundimmunisierung für alle Säuglinge. 


Da der Impfschutz mit der Zeit nachlässt, sind Auffrischimpfungen im Kindes- und Jugendalter vorgesehen.  


Was viele vergessen: Auch jeder Erwachsene sollte eine Auffrischimpfung gegen Keuchhusten erhalten. Für besondere Situationen (z. B. Schwangerschaft) gibt es weitere, spezielle Impfempfehlungen.

Wer sollte sich gegen Keuchhusten (Pertussis) impfen lassen?

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Erwachsene

Keuchhusten-Impfung für alle Erwachsenen

Alle Erwachsenen sollten laut STIKO einmalig gegen Keuchhusten geimpft werden. Die Keuchhusten-Impfung sollte bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung als Kombinationsimpfung (Tdap-Impfung) erfolgen.1,2 

  • Diese Empfehlung gilt auch dann, wenn man noch nie gegen Keuchhusten geimpft wurde oder wenn Auffrischimpfungen versäumt wurden.  
  • Einzelimpfstoffe gegen Keuchhusten stehen nicht zur Verfügung. Die Kombinationsimpfung gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten ist auch dann sinnvoll und möglich, wenn in den letzten fünf Jahren bereits eine Tetanus-Diphtherie-Impfung erfolgt ist.  

Spezielle Impfempfehlungen gelten laut STIKO für: 1,2 

  • Personal in Gesundheits- oder Gemeinschaftseinrichtungen: Ärzte, Pflegepersonal, Hebammen, Lehrer, Erzieher etc. sollten sich alle 10 Jahre gegen Keuchhusten impfen lassen. 
  • Schwangere
  • Enge Kontaktpersonen von Säuglingen 

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für Standardimpfungen, die von der STIKO empfohlen werden. Dazu zählt auch die Keuchhusten-Impfung für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und die einmalige Auffrischimpfung im Erwachsenenalter.

Keuchhusten kann auch für Ältere und Menschen mit Grunderkrankungen gefährlich werden:

1 von 10

Keuchhusten-Erkrankten über 65 wird im Krankenhaus behandelt.

Fast 50 %

der älteren Betroffenen erleidet wahrscheinlich Komplikationen wie Lungenentzündung, Rippenbrüche oder Inkontinenz.

Ein bis zu 2,7

fach erhöhtes Ansteckungsrisiko
haben chronisch Kranke* – schwere Keuchhusten-Komplikationen treten bei ihnen häufiger auf.

*mit Grunderkrankungen wie z. B. Asthma, COPD, Depression, Typ-2-Diabetes, chronische Nierenerkrankung.

Säuglinge, Schwangere & enge Kontaktpersonen

Impfung gegen Keuchhusten: Säuglinge, Schwangere & Kontaktpersonen

Für Säuglinge kann Keuchhusten lebensbedrohlich werden. Sie besitzen keinen natürlichen Nestschutz gegen Pertussis und können den Schleim nicht abhusten. Zum Schutz der Kleinsten empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) daher die folgenden drei Maßnahmen:1,2  

Keuchhusten-Impfung für Säuglinge

Keuchhusten-Impfung für Säuglinge  

  • Mit der Grundimmunisierung sollte frühestmöglich begonnen werden – die STIKO empfiehlt drei Teilimpfungen im Alter von 2, 4 und 11 Monaten.  
  • Für einen optimalen Schutz sind ein rechtzeitiger Beginn der Impfserie und die Einhaltung der Impftermine besonders wichtig.1,2  
Keuchhusten-Impfung für Schwangere

Keuchhusten-Impfung für Schwangere 

  • Unabhängig von vorherigen Keuchhusten-Impfungen sollten sich werdende Mütter in jeder Schwangerschaft gegen Keuchhusten impfen lassen.  
  • Damit schützen sie nicht nur sich selbst, sondern senken vor allem für ihr Baby das Keuchhusten-Risiko in den ersten Lebensmonaten, bis es selbst geimpft werden kann.  
  • Die Keuchhusten-Impfung soll zu Beginn des letzten Schwangerschaftsdrittels erfolgen. Falls ein erhöhtes Risiko für eine Frühgeburt besteht, soll die Impfung in das zweite Schwangerschaftsdrittel vorgezogen werden.  
  • Mit unter 50 Prozent ist die Impfquote von Schwangeren leider noch gering.3 
Keuchhusten-Impfung für enge Kontaktpersonen

Keuchhusten-Impfung für enge Kontaktpersonen 

  • Alle engen Kontaktpersonen (z. B. Vater, Geschwisterkinder, Großeltern und andere Betreuungspersonen) von Säuglingen sollten über einen aktuellen Keuchhusten-Impfschutz verfügen.  
  • Das bedeutet, dass die letzte Keuchhusten-Impfung nicht länger als 10 Jahre zurückliegen sollte.  
  • Falls eine Auffrischimpfung erforderlich ist, sollte diese rechtzeitig vor der Geburt erfolgen, um das Baby in den ersten Monaten zu schützen.  

Kinder und Jugendliche

Auffrischimpfungen für Kinder und Jugendliche

Nach erfolgter Grundimmunisierung gegen Keuchhusten im Säuglingsalter werden laut dem Impfkalender der STIKO für Kinder und Jugendliche Auffrischimpfungen empfohlen:1,2 

  • Erste Auffrischimpfung mit 5 bis 6 Jahren (Vorschulalter)  
  • Zweite Auffrischimpfung mit 9 bis 16 Jahren 
Schutzimpfung gegen Keuchhusten - für wen wird sie empfohlen?
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt standardmäßig eine Impfung gegen Keuchhusten für:
  • Alle Säuglinge
    Die Grundimmunisierung erfolgt durch drei Teilimpfungen mit 2, 4 und 11 Monaten.
  • Alle Kinder und Jugendliche
    
Jeweils eine Auffrischimpfung ist im Alter von 5-6 Jahren und zwischen 9-16 Jahren vorgesehen.
  • Alle Erwachsene
    Eine einmalige Auffrischimpfung in Kombination mit O der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung wird allen Erwachsenen empfohlen.
Darüber hinaus gelten spezielle Impfempfehlungen für:
  • Schwangere (in jeder Schwangerschaft)
  • Enge Kontaktpersonen von Säuglingen (wenn die letzte Keuchhusten-Impfung länger als 10 Jahre zurück liegt)
  • Personen, die in Gesundheits- und Gemeinschaftseinrichtungen tätig sind (alle 10 Jahre)

Häufige Fragen zur Keuchhusten-Impfung

Warum gegen Keuchhusten impfen?

Keuchhusten ist hochansteckend. Fast jeder Kontakt zwischen Erkrankten und ungeschützten Personen führt zu einer Ansteckung.3


Die Erreger verursachen Gewebeschäden in den Atemwegen und schwächen die Abwehrzellen des Körpers. Typisches Symptom sind quälende Hustenanfälle, die über Wochen bis Monate anhalten können und oft von Würgen und Erbrechen begleitet werden. Insbesondere für Säuglinge kann Keuchhusten lebensbedrohlich werden. Doch auch Ältere und Menschen mit Grunderkrankungen sind gefährdet und es können ernste Komplikationen auftreten.


Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die Keuchhusten-Impfung als Standardimpfung: Das bedeutet, dass alle Kinder und Erwachsenen geimpft sein sollten.


Die Grundimmunisierung erfolgt im Säuglingsalter durch drei Teilimpfungen mit 2, 4 und 11 Monaten. Danach sind Auffrischimpfungen vorgesehen.   

Mehr zum Impfschutz gegen Keuchhusten >

Wie heißt Keuchhusten im Impfpass?

Im gelben Impfausweis wird Keuchhusten mit dem medizinischen Fachbegriff „Pertussis“ bezeichnet. Als Abkürzung wird ap oder aP verwendet.


Der Impfstoff gegen Keuchhusten wird als Kombinationsimpfung zusammen mit der Impfung gegen Tetanus und Diphtherie verabreicht (Tdap-Kombinationsimpfung).


Für die Grundimmunisierung bei Säuglingen wird die Keuchhusten-Impfung in der Regel als Teil eines Sechsfach-Impfstoffs verabreicht. Diese Impfung schützt vor Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten (Pertussis), Kinderlähmung (Poliomyelitis), Haemophilus influenzae Typ b (HIB) und Hepatitis B und umfasst drei Impfungen im Alter von 2, 4 und 11 Monaten.  

Wie oft muss man sich gegen Keuchhusten impfen lassen?

Nach der Grundimmunisierung im Säuglingsalter empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) Auffrischimpfungen im Kindes- und Jugendalter.


Außerdem sollten sich alle Erwachsenen einmalig gegen Keuchhusten impfen lassen (zusammen mit der nächsten fälligen Impfung gegen Tetanus und Diphtherie).


Darüber hinaus gelten spezielle Impfempfehlungen gegen Keuchhusten für:  

  • Schwangere (Impfung zu Beginn des letzten Schwangerschaftsdrittels)  
  • Enge Kontaktpersonen von Säuglingen (Impfung vor der Geburt)  
  • Personen, die in Gesundheits- oder Gemeinschaftseinrichtungen tätig sind (Impfung alle 10 Jahre)  

Mehr über die Impfempfehlungen der STIKO erfahren >

Warum sollten sich Erwachsene gegen Keuchhusten impfen lassen?

Weder eine durchgemachte Infektion noch eine Keuchhusten-Impfung schützen lebenslang. Daher sollten sich alle Erwachsenen laut der Ständigen Impfkommission (STIKO) einmalig gegen Keuchhusten impfen lassen. 


Denn nicht nur Säuglinge und Kleinkinder haben ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Insbesondere für Menschen ab 60 Jahren und für chronisch Kranke kann Keuchhusten gefährlich werden, da die Erkrankung oft schwerer als bei jüngeren, gesunden Erwachsenen verläuft.  

  • 1 von 10 Keuchhusten-Patienten über 65 wird im Krankenhaus behandelt.  
  • Fast die Hälfte der älteren Keuchhusten-Patienten erleidet wahrscheinlich Komplikationen wie Lungenentzündung, Rippenbrüche oder Inkontinenz.  
  • Erwachsene mit chronischen Grunderkrankungen* haben ein bis zu 2,7-fach erhöhtes Risiko, sich anzustecken. Schwere Keuchhusten-Komplikationen treten häufiger auf.  


 

*z. B. Asthma, COPD, Depression, Typ-2-Diabetes, chronische Nierenerkrankung.  

Mehr über die Impfempfehlungen der STIKO erfahren >

Wird Keuchhusten immer mit Tetanus geimpft?

Ja. Die Keuchhusten-Impfung bei Erwachsenen erfolgt im Rahmen einer Kombinationsimpfung zusammen mit dem Tetanus- und dem Diphtherie-Impfstoff.


Für die Grundimmunisierung bei Säuglingen wird in der Regel der Sechsfach-Impfstoff gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Kinderlähmung, Hepatitis B und Haemophilus influenzae Typ b (Hib) eingesetzt.


Solche Kombinationsimpfstoffe bieten den Vorteil, dass sie die Impfung gegen mehrere Krankheiten gleichzeitig ermöglichen und gleichzeitig die Anzahl der nötigen Injektionen verringert wird. So erreicht man schneller einen Impfschutz gegen verschiedene Erkrankungen.

Wann sollten Säuglinge gegen Keuchhusten geimpft werden?

Säuglinge haben keinen natürlichen Nestschutz gegen Keuchhusten. Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO), so früh wie möglich nach Vollendung des zweiten Lebensmonats mit der Grundimmunisierung zu beginnen. Diese besteht aus drei Teilimpfungen, die im Alter von 2, 4 und 11 Monaten verabreicht werden.


Wichtig: Um das Baby in den ersten Lebensmonaten gegen eine Keuchhusten-Infektion zu schützen, empfiehlt die STIKO allen Schwangeren eine Keuchhusten-Impfung. Zusätzlich sollten alle engen Kontaktpersonen des Säuglings ihren Impfstatus gegen Keuchhusten überprüfen. Liegt die letzte Keuchhusten-Impfung mehr als 10 Jahre zurück, ist es an der Zeit, den Schutz rechtzeitig vor der Geburt aufzufrischen.

Mehr über die Impfempfehlungen der STIKO erfahren >

Warum wird in jeder Schwangerschaft eine Keuchhusten-Impfung empfohlen?

Ein Immunschutz von Säuglingen in den ersten Lebensmonaten kann nur durch die Impfung der werdenden Mutter erreicht werden. Studien belegen, dass die mütterlichen Antikörper schon 12 Monate nach der Pertussis-Impfung wieder stark sinken.6 Andere Untersuchungen haben eine ungenügende Konzentration an Keuchhusten-Antikörpern im Nabelschnurblut von Babys nachgewiesen, deren Mütter die Pertussis-Impfung nicht wie von der STIKO vorgesehen im 3. Schwangerschaftsdrittel, sondern früher erhalten haben.  

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Quellen und medizinische Hinweise
NP-DE-GVU-WCNT-250028, Nov25