FAQ: Häufige Fragen rund um Keuchhusten (Pertussis)

Was ist Keuchhusten? Wie steckt man sich an? Und wer sollte sich laut der Ständigen Impfkommission (STIKO) impfen lassen? Die wichtigsten Fragen rund um Keuchhusten haben wir hier für Dich beantwortet.

Wer sollte sich gegen Keuchhusten (Pertussis) impfen lassen?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für Standardimpfungen, die von der STIKO empfohlen werden. Dazu zählt auch die Keuchhusten-Impfung für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und die einmalige Auffrischimpfung im Erwachsenenalter.

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Fragen zur Erkrankung

Häufige Fragen zu Keuchhusten

Was ist Keuchhusten?

Keuchhusten ist eine Infektionskrankheit der Atemwege, die durch sogenannte Bordetella-Bakterien ausgelöst wird. Die Erreger produzieren Giftstoffe, die die Schleimhäute und Flimmerhärchen in den Atemwegen schädigen und teils auch die körpereigene lokale Abwehr schwächen.


Typische Symptome sind heftige Hustenattacken, die anfallsweise auftreten und mehrere Wochen bis sogar Monate andauern können. Daher wird die Erkrankung landläufig auch als „100-Tage-Husten“bezeichnet.


Bei einer Keuchhusten-Erkrankung können die Hustenanfälle so heftig sein, dass sie z. B. Rippenbrüche, Inkontinenz und geplatzte Blutgefäße nach sich ziehen. Die häufigste Komplikation von Keuchhusten ist eine Lungenentzündung (Pneumonie).


Schwerwiegende Komplikationen wie etwa lebensbedrohliche Atemstillstände treten vor allem bei Säuglingen auf. Doch auch ältere Menschen und chronisch Kranke haben ein erhöhtes Risiko, schwer zu erkranken.  

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Wie steckt man sich mit Keuchhusten an?

Keuchhusten ist hochansteckend – fast jeder Kontakt mit einem Erkrankten führt bei ungeschützten Personen zu einer Ansteckung. Die Erreger werden über Tröpfchen beim Sprechen, Husten oder Niesen übertragen und setzen sich in den Atemwegen fest.

Ist Keuchhusten ansteckender als die Grippe (Influenza) oder Covid?

Keuchhusten ist deutlich ansteckender als die Grippe und SARS-(CoV-2). Das lässt sich anhand der sogenannten Reproduktionszahl feststellen. Diese gibt an, wie viele Menschen durch eine infizierte Person angesteckt werden.*  

 

Laut Informationen der Deutschen Gesellschaft für Allgemeine und Krankenhaushygiene2 liegt die Reproduktionszahl bei Keuchhusten bei 12 bis 17 – und damit um ein Vielfaches höher als bei Grippe und Covid.


Während ein Grippe-Patient im Schnitt ungefähr ein bis zwei Personen ansteckt, werden durch einen Keuchhusten-Patienten weitere 12 bis 17 Personen infiziert.*  

 

Infektion  Reproduktionszahl*
Grippe (Influenza)  1 - 2 
SARS-(CoV-2)   2 - 4 
Keuchhusten (Pertussis)  12 - 17 

 

                

*wenn in der Bevölkerung keine Immunität gegen den Erreger besteht und keine Schutzmaßnahmen ergriffen werden. 

Was passiert, wenn man Keuchhusten hat?

Die Keuchhusten-Erreger (Bordetella-Bakterien) binden sich an die Flimmerhärchen in den Atemwegen und setzen verschiedene Giftstoffe frei. Diese können z. B. die Flimmerhärchen lähmen und zerstören, sodass Schleim nicht mehr gut abtransportiert werden kann – in der Folge tritt der typische keuchende Husten auf.


Zusätzlich schwächen manche der gebildeten Giftstoffe das körpereigene Abwehrsystem.

Wie erkenne ich, dass ich Keuchhusten habe?

Eine frühzeitige und sichere Selbstdiagnose ist kaum möglich: Denn in der ersten Phase der Erkrankung, in der Betroffene besonders ansteckend sind, treten in der Regel lediglich leichte Beschwerden wie Schnupfen und leichter Husten auf, die oft zu einer Verwechslung mit einer „normalen“ Erkältung führen. Der typische Keuchhusten setzt erst ein bis zwei Wochen nach der Ansteckung ein.


Zudem zeigt sich eine Keuchhusten-Infektion bei Jugendlichen und Erwachsenen sowie bei geimpften Kindern meist wie ein „gewöhnlich“ erscheinender, langwieriger Husten – diese unerkannten Keuchhusten-Fälle können zu unbemerkten Ansteckungen führen.


Du hattest Kontakt mit einem Erkrankten? Dann informiere Deine Hausarztpraxis telefonisch und besprich das weitere Vorgehen. Solange es keine „Entwarnung“ gibt, solltest Du zu Hause bleiben und Dich in der Wohnung räumlich von Familienmitgliedern oder Mitbewohnern separieren. Das gilt insbesondere, wenn Säuglinge, Ältere oder chronisch Kranke im Haushalt leben.


Gut zu wissen: Wenn Ungeimpfte Kontakt mit Erkrankten hatten, wird eine vorsorgliche Antibiotika-Behandlung empfohlen, damit die Erkrankung nicht ausbricht.  

Wie hört sich Keuchhusten an?

Typisches Symptom ist ein krampfartiger Husten, der anfallsartig auftritt. Am Ende der Hustenstöße folgt das charakteristische keuchende Geräusch beim Einatmen, das der Erkrankung ihren Namen gegeben hat. Die Hustenattacken werden zum Teil auch von Würgen und Erbrechen begleitet.

Ist Keuchhusten eine Kinderkrankheit?

Nein, Keuchhusten ist keine Kinderkrankheit. Man kann sich in jedem Lebensalter anstecken und erkranken. Es ist richtig, dass Keuchhusten insbesondere bei Säuglingen lebensbedrohlich verlaufen kann. Doch 60 Prozent der Erkrankungen treten bei Erwachsenen auf.1 

 

Sowohl eine durchgemachte Infektion als auch eine Keuchhusten-Impfung schützen nicht lebenslang.

Daher ist es wichtig, dass…

  • … alle Erwachsenen an die von der Ständigen Impfkommission (STIKO)3,4 empfohlene Auffrischimpfung denken.
  • … enge Kontaktpersonen von Neugeborenen und Säuglingen auf einen aktuellen Impfschutz gegen Keuchhusten achten.
  • … werdende Mütter sich in jeder Schwangerschaft gegen Keuchhusten impfen lassen.
  • … Personen, die in Gesundheits- oder Gemeinschaftseinrichtungen tätig sind, alle 10 Jahre ihren Impfschutz gegen Keuchhusten auffrischen lassen (zusammen mit der fälligen Tetanus- und Diphtherie-Impfung).  

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Was ist der Unterschied zwischen Keuchhusten und Pertussis?

Die Begriffe „Keuchhusten“ und „Pertussis“ bezeichnen das gleiche Krankheitsbild. „Keuchhusten“ ist der gebräuchlichere Name der Erkrankung, während „Pertussis“ der medizinische Fachbegriff ist. 

Wie unterscheidet man Keuchhusten von normalem Husten?

Typischer Keuchhusten zeichnet sich durch heftige Hustenattacken aus, die oftmals mit Würgen und Erbrechen einhergehen. Beim Einatmen entsteht bei vielen Erkrankten das typische keuchende Geräusch, das der Erkrankung ihren Namen gegeben hat.


Allerdings solltest Du Folgendes wissen:  

  • Bei typischem Keuchhusten treten die charakteristischen Hustenattacken erst in der zweiten Phase der Erkrankung, also nach etwa zwei Wochen auf. Dann können sich viele andere Personen schon angesteckt haben.
  • Keuchhusten verläuft bei geimpften Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen oft untypisch – das hat zur Folge, dass die Erkrankung häufig mit einem hartnäckigen „Erkältungshusten“ verwechselt wird.


Ob tatsächlich eine Keuchhusten-Infektion vorliegt, kann nur durch einen Abstrich in der Arztpraxis festgestellt werden. 

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Was ist das Schlimme an Keuchhusten?

Keuchhusten ist hochansteckend: Fast jeder Kontakt mit einem Erkrankten führt bei ungeschützten Personen zu einer Ansteckung.


Keuchhusten kann vor allem für Säuglinge lebensbedrohlich werden: Säuglinge haben keinen natürlichen Nestschutz gegen Keuchhusten und ihr Immunsystem ist noch nicht ausgereift. Zudem können Babys in den ersten Lebensmonaten den zähen Schleim noch nicht abhusten, wodurch es zu gefährlichen Atemstillständen kommen kann. Daher werden insbesondere Säuglinge unter 6 Monaten meist im Krankenhaus behandelt, wenn sie an Keuchhusten erkrankt sind.


Auch Ältere oder Menschen mit Grunderkrankungen wie z. B. Asthma, COPD, Depressionen, Typ-2-Diabetes oder einer chronischen Nierenerkrankung sind gefährdet, ernste Verläufe und Komplikationen zu entwickeln. 


Die häufigste Komplikation von Keuchhusten ist eine Lungenentzündung (Pneumonie).  

  • Weitere mögliche Komplikationen sind z. B.:  
  • Nasennebenhöhlen-, Mittelohrentzündung 
  • Infolge der heftigen Hustenattacken: z. B. Rippenbrüche, Einblutungen im Auge, Inkontinenz und Hernien (Austritt von Eingeweiden aus der Bauchhöhle) 


Unentdeckte Keuchhusten-Erkrankungen sind eine Gefahr für Risikogruppen: Bei geimpften Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen verläuft Keuchhusten in der Regel mild und wird daher oft als hartnäckige Erkältung fehlgedeutet – Risikogruppen wie Säuglinge, Senioren und chronisch Kranke können sich unbemerkt anstecken.   

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Warum bekommen Erwachsene Keuchhusten?

Anders als viele annehmen, ist Keuchhusten keine Kinderkrankheit. Man kann sich in jedem Alter anstecken.


Sowohl eine durchgemachte Infektion als auch eine Impfung schützen nicht lebenslang.


Etwa 60 Prozent der Keuchhusten-Infektionen betreffen Personen über 18 Jahren.  

Was tun bei Verdacht auf Keuchhusten?

Informiere telefonisch das Praxispersonal, bevor Du in die Arztpraxis gehst – so können entsprechende Maßnahmen zum Schutz anderer getroffen werden.


Achte darauf, dass Du Dich zu Hause von Familienmitgliedern oder Mitbewohnern räumlich abtrennst.


Vermeide unbedingt den Kontakt mit Säuglingen, Älteren und chronisch Kranken.


Bereits bei einem Verdacht auf Keuchhusten gilt das Infektionsschutzgesetz: Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen und Kindergärten dürfen nicht betreten werden, solange der Verdacht nicht ausgeräumt wurde.


Gut zu wissen: Ungeimpften wird nach Kontakt mit einem Erkrankten in der Regel eine Antibiotika-Behandlung empfohlen, damit die Erkrankung nicht ausbricht.  

Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Der Arzt stellt eine Keuchhusten-Infektion in der Regel durch einen tiefen Nasen-Abstrich fest, der im Labor ausgewertet wird. 

Wie lange ist Keuchhusten ansteckend?

Schon kurz bevor Symptome auftreten, sind Infizierte ansteckend. Die Ansteckungsgefahr für andere ist in den ersten beiden Wochen am höchsten – also gerade dann, wenn sich die Erkrankung meist noch wie eine „normale“ Erkältung zeigt und man noch nicht an Keuchhusten denkt.


Wenn die Hustenattacken einsetzen, besteht noch bis zu drei Wochen Ansteckungsgefahr – bei Säuglingen sogar bis zu sechs Wochen.


Wichtig: Durch eine Antibiotika-Therapie kann die Ansteckungsfähigkeit der Erkrankten reduziert werden. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung kann also andere schützen.  

Wie lange muss man bei Keuchhusten zu Hause bleiben?

Bei Keuchhusten oder Verdacht auf Keuchhusten gilt das Infektionsschutzgesetz:  

  • Betroffene dürfen Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen oder Kindergärten nicht betreten.  
  • Erst 5 Tage nach Beginn einer Antibiotika-Therapie (oder wenn der Verdacht auf Keuchhusten durch einen Abstrich ausgeräumt wurde) ist die Rückkehr erlaubt.


Erkrankte sollten zu Hause bleiben und sich auch in der Wohnung von Familienmitgliedern oder anderen Mitbewohnern räumlich abtrennen. Ein Kontakt mit Säuglingen, Kleinkindern, Älteren oder chronisch Kranken sollte unbedingt vermieden werden.  

Wie kann ich mich gegen Keuchhusten schützen?

Gegen Keuchhusten kann man sich impfen lassen.


Alle Erwachsenen sollten laut der Ständigen Impfkommission (STIKO) eine einmalige Auffrischimpfung erhalten – zusammen mit der nächsten fälligen Diphtherie- und Tetanus-Impfung.3,4 


Weitere Auffrischimpfungen für Erwachsene sind vorgesehen für:3,4 

  • Werdende Mütter (in jeder Schwangerschaft)  
  • Enge Kontaktpersonen von Säuglingen (wenn die letzte Keuchhusten-Impfung 10 Jahre oder länger zurückliegt) 
  • Personal im Gesundheitswesen und in Gemeinschaftseinrichtungen (alle 10 Jahre)  

Für Säuglinge, Kinder und Jugendliche gilt:  

  • Bei Säuglingen soll laut STIKO so früh wie möglich (ab dem zweiten vollendeten Lebensmonat) mit der Grundimmunisierung begonnen werden.  
  • Die erste Auffrischimpfung ist für Kinder im Alter von 5 bis 6 Jahren vorgesehen, die zweite Auffrischimpfung sollte zwischen 9 und 16 Jahren erfolgen.3,4  

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Wie kann ich mein Baby gegen Keuchhusten schützen?

Bei Säuglingen kann erst nach Vollendung des zweiten Lebensmonats mit der Grundimmunisierung gegen Keuchhusten begonnen werden. Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) folgende Maßnahmen zum Schutz des Säuglings in den ersten Lebensmonaten:3,4


Passive Immunisierung durch Impfung der werdenden Mutter:  

  • Die Keuchhusten-Impfung wird in jeder Schwangerschaft empfohlen.  
  • Die Impfung sollte zu Beginn des letzten Schwangerschaftsdrittels (bei Risiko für eine Frühgeburt bereits im zweiten Schwangerschaftsdrittel) erfolgen.  
  • Durch die Impfung der Mutter gegen Keuchhusten wird eine „passive Immunisierung“ des Ungeborenen erzielt.


Keuchhusten-Impfschutz bei engen Kontaktpersonen von Säuglingen:  

Zusätzlich sollten alle Familienmitglieder und enge Kontaktpersonen über einen aktuellen Impfschutz verfügen bzw. sich gegen Keuchhusten impfen lassen, falls die letzte Impfung mehr als 10 Jahre zurück liegt.


Für die Grundimmunisierung bei Säuglingen sind drei Teil-Impfungen notwendig, die laut dem Impfkalender der Ständigen Impfkommission (STIKO) im Alter von 2, 4 und 11 Monaten erfolgen sollen. Die STIKO weist daraufhin, dass ein rechtzeitiger Beginn der Impfserie und das Einhalten der empfohlenen Impftermine für einen sicheren Impfschutz besonders wichtig sind. 

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Was kann man gegen Keuchhusten tun?

Da es sich bei den Keuchhusten-Erregern um Bakterien handelt, ist eine Antibiotika-Therapie möglich. Eine frühzeitige Einleitung der Behandlung ist wichtig, damit die Hustenattacken gelindert werden können. Grundsätzlich sind Antibiotika wichtig, da damit die Ansteckungsfähigkeit der Erkrankten reduziert und verkürzt werden kann.


Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wird als Basismaßnahme empfohlen. Bei starken Hustenattacken sollte die Nahrungsaufnahme auf mehrere kleinere Essensportionen über den Tag hinweg verteilt werden.


Bei Behandlung im Krankenhaus können weitere Maßnahmen eingeleitet werden.  

Fragen zur Impfung gegen Keuchhusten

Häufige Fragen zur Keuchhusten-Impfung

Warum gegen Keuchhusten impfen?

Keuchhusten ist hochansteckend. Fast jeder Kontakt zwischen Erkrankten und ungeschützten Personen führt zu einer Ansteckung.3


Die Erreger verursachen Gewebeschäden in den Atemwegen und schwächen die Abwehrzellen des Körpers. Typisches Symptom sind quälende Hustenanfälle, die über Wochen bis Monate anhalten können und oft von Würgen und Erbrechen begleitet werden. Insbesondere für Säuglinge kann Keuchhusten lebensbedrohlich werden. Doch auch Ältere und Menschen mit Grunderkrankungen sind gefährdet und es können ernste Komplikationen auftreten.  

Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die Keuchhusten-Impfung als Standardimpfung: Das bedeutet, dass alle Kinder und Erwachsenen geimpft sein sollten.


Die Grundimmunisierung erfolgt im Säuglingsalter durch drei Teilimpfungen mit 2, 4 und 11 Monaten. Danach sind Auffrischimpfungen vorgesehen. 

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Wer sollte sich gegen Keuchhusten (Pertussis) impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) rät folgenden Personengruppen zu einer Impfung gegen Keuchhusten: 3,4 

  • Alle Erwachsenen: Einmalig, zusammen mit der nächsten fälligen Impfung gegen Tetanus und Diphtherie.
  • Schwangere: Unabhängig von vorherigen Keuchhusten-Impfungen sollten sich werdende Mütter in jeder Schwangerschaft gegen Keuchhusten impfen lassen.
  • Enge Kontaktpersonen von Neugeborenen: Falls die letzte Keuchhusten-Impfung mehr als 10 Jahre zurückliegt, sollte eine Auffrischimpfung erfolgen.
  • Bei Tätigkeit in Gesundheits- oder Gemeinschaftseinrichtungen: Alle 10 Jahre sollten sich z. B. Ärzte, Pflegepersonal, Hebammen, Lehrer und Erzieher gegen Keuchhusten impfen lassen.
  • Alle Säuglinge: Grundimmunisierung im Säuglingsalter, die drei Teilimpfungen im Alter von 2, 4 und 11 Monaten umfasst.
  • Alle Kinder und Jugendliche: Jeweils eine Auffrischimpfung ist im Alter von 5 bis 6 Jahren und im Alter von 9 bis 16 Jahren vorgesehen

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Wie heißt Keuchhusten im Impfpass?

Im gelben Impfausweis wird Keuchhusten mit dem medizinischen Fachbegriff „Pertussis“ bezeichnet. Als Abkürzung wird ap oder aP verwendet.


Der Impfstoff gegen Keuchhusten wird als Kombinationsimpfung zusammen mit der Impfung gegen Tetanus und Diphtherie verabreicht (Tdap-Kombinationsimpfung).


Für die Grundimmunisierung bei Säuglingen wird die Keuchhusten-Impfung in der Regel als Teil eines Sechsfach-Impfstoffs verabreicht. Diese Impfung schützt vor Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten (Pertussis), Kinderlähmung (Poliomyelitis), Haemophilus influenzae Typ b (HIB) und Hepatitis B und umfasst drei Impfungen im Alter von 2, 4 und 11 Monaten. 

Wie oft muss man sich gegen Keuchhusten impfen lassen?

Nach der Grundimmunisierung im Säuglingsalter empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) Auffrischimpfungen im Kindes- und Jugendalter.


Außerdem sollten sich alle Erwachsenen einmalig gegen Keuchhusten impfen lassen (zusammen mit der nächsten fälligen Impfung gegen Tetanus und Diphtherie).


Darüber hinaus gelten spezielle Impfempfehlungen gegen Keuchhusten für:  

  • Schwangere (Impfung zu Beginn des letzten Schwangerschaftsdrittels)  
  • Enge Kontaktpersonen von Säuglingen (Impfung vor der Geburt)  
  • Personen, die in Gesundheits- oder Gemeinschaftseinrichtungen tätig sind (Impfung alle 10 Jahre) 

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Warum sollten sich Erwachsene gegen Keuchhusten impfen lassen?

Weder eine durchgemachte Infektion noch eine Keuchhusten-Impfung schützen lebenslang. Daher sollten sich alle Erwachsenen laut der Ständigen Impfkommission (STIKO) einmalig gegen Keuchhusten impfen lassen.


Denn nicht nur Säuglinge und Kleinkinder haben ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Insbesondere für Menschen ab 60 Jahren und für chronisch Kranke kann Keuchhusten gefährlich werden, da die Erkrankung oft schwerer als bei jüngeren, gesunden Erwachsenen verläuft.

  • 1 von 10 Keuchhusten-Patienten über 65 wird im Krankenhaus behandelt.  
  • Fast die Hälfte der älteren Keuchhusten-Patienten erleidet wahrscheinlich Komplikationen wie Lungenentzündung, Rippenbrüche oder Inkontinenz.  
  • Erwachsene mit chronischen Grunderkrankungen* haben ein bis zu 2,7-fach erhöhtes Risiko, sich anzustecken. Schwere Keuchhusten-Komplikationen treten häufiger auf. 


*z. B. Asthma, COPD, Depression, Typ-2-Diabetes, chronische Nierenerkrankung.

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Halten Keuchhusten-Impfstoffe ein Leben lang?

Der Impfschutz lässt mit der Zeit nach. Laut dem Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIÖG) hält der Schutz nach einer Keuchhusten-Impfung ca. 5 bis 7 Jahre an.5


Nach erfolgter Grundimmunisierung im Säuglingsalter werden daher Auffrischimpfungen im Kindes- und Jugendalter empfohlen.


Auch Erwachsene sollten sich einmalig gegen Keuchhusten impfen lassen.


Für besondere Situationen (z. B. Schwangerschaft, enger Kontakt mit Neugeborenen, Tätigkeit in Gesundheits- oder Gemeinschaftseinrichtungen) empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) ebenfalls eine Keuchhusten-Impfung.


Gut zu wissen: Auch eine durchgemachte Keuchhusten-Infektion schützt nicht lebenslang.  

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Wird Keuchhusten immer zusammen mit Tetanus geimpft?

Ja. Die Keuchhusten-Impfung bei Erwachsenen erfolgt im Rahmen einer Kombinationsimpfung zusammen mit dem Tetanus- und dem Diphtherie-Impfstoff. 


Für die Grundimmunisierung bei Säuglingen wird in der Regel der Sechsfach-Impfstoff gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Kinderlähmung, Hepatitis B und Haemophilus influenzae Typ b (Hib) eingesetzt.


Solche Kombinationsimpfstoffe bieten den Vorteil, dass sie die Impfung gegen mehrere Krankheiten gleichzeitig ermöglichen und gleichzeitig die Anzahl der nötigen Injektionen verringert wird. So erreicht man schneller einen Impfschutz gegen verschiedene Erkrankungen.

Ich wurde noch gar nicht gegen Keuchhusten geimpft – was soll ich tun?

In diesem Fall sollte die Impfung gegen Keuchhusten nachgeholt werden.


Es steht kein Einzelimpfstoff gegen Keuchhusten zur Verfügung – daher werden auch für Nachholimpfungen bei älteren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Kombinationsimpfstoffe gegen Keuchhusten, Tetanus und Diphtherie (Tdap-Impfung) verwendet.


Falls die letzte Impfung gegen Tetanus und Diphtherie weniger als 5 Jahre zurückliegt, kann trotzdem der Kombinationsimpfstoff verwendet werden.   

Wer benötigt eine Auffrischimpfung gegen Keuchhusten?

Eine Auffrischimpfung gegen Keuchhusten ist laut der Ständigen Impfkommission (STIKO) vorgesehen für:  

  • Kinder im Alter von 5 bis 6 Jahren (Vorschulalter) 
  • Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 16 Jahren  Erwachsene (einmalig) 
  • Schwangere (in jeder Schwangerschaft)  
  • Enge Kontaktpersonen von Neugeborenen (wenn die letzte Keuchhusten-Impfung mehr als 10 Jahre zurückliegt) 
  • Personal in Gesundheits- und Gemeinschaftseinrichtungen (alle 10 Jahre)  

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Wann sollten Säuglinge gegen Keuchhusten geimpft werden?

Säuglinge haben keinen natürlichen Nestschutz gegen Keuchhusten. Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO), so früh wie möglich nach Vollendung des zweiten Lebensmonats mit der Grundimmunisierung zu beginnen. Diese besteht aus drei Teilimpfungen, die im Alter von 2, 4 und 11 Monaten verabreicht werden.


Wichtig: Um das Baby in den ersten Lebensmonaten gegen eine Keuchhusten-Infektion zu schützen, empfiehlt die STIKO allen Schwangeren eine Keuchhusten-Impfung. Zusätzlich sollten alle engen Kontaktpersonen des Säuglings ihren Impfstatus gegen Keuchhusten überprüfen. Liegt die letzte Keuchhusten-Impfung mehr als 10 Jahre zurück, ist es an der Zeit, den Schutz rechtzeitig vor der Geburt aufzufrischen.  

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Warum wird in jeder Schwangerschaft eine Keuchhusten-Impfung empfohlen?

Ein Immunschutz von Säuglingen in den ersten Lebensmonaten kann nur durch die Impfung der werdenden Mutter erreicht werden. Studien belegen, dass die mütterlichen Antikörper schon 12 Monate nach der Pertussis-Impfung wieder stark sinken.6 Andere Untersuchungen haben eine ungenügende Konzentration an Keuchhusten-Antikörpern im Nabelschnurblut von Babys nachgewiesen, deren Mütter die Pertussis-Impfung nicht wie von der STIKO vorgesehen im 3. Schwangerschaftsdrittel, sondern früher erhalten haben.

Schutzimpfung gegen Keuchhusten - für wen wird sie empfohlen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt standardmäßig eine Impfung gegen Keuchhusten für:5,6

  • Alle Säuglinge
    Die Grundimmunisierung erfolgt durch drei Teilimpfungen mit 2, 4 und 11 Monaten.
  • Alle Kinder und Jugendliche
    Jeweils eine Auffrischimpfung ist im Alter von 5-6 Jahren und zwischen 9-16 Jahren vorgesehen.
  • Alle Erwachsene
    Eine einmalige Auffrischimpfung in Kombination mit O der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung wird allen Erwachsenen empfohlen.
Darüber hinaus gelten spezielle Impfempfehlungen für:
  • Schwangere (in jeder Schwangerschaft)
  • Enge Kontaktpersonen von Säuglingen (wenn die letzte Keuchhusten-Impfung länger als 10 Jahre zurück liegt)
  • Personen, die in Gesundheits- und Gemeinschaftseinrichtungen tätig sind (alle 10 Jahre)

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Quellen und medizinische Hinweise
NP-DE-GVU-WCNT-250029, Nov25